In der Natur in den Schreibflow gekommen

Ada Bienkowska

Ada Bienkowska lebt in Warschau. Sie spricht Deutsch und Polnisch als Muttersprache und hat die Eremitage für 3 Wochen bezogen. Die Eremitage hat sie über die Seite Literaturport.de gefunden und die Anzeige kam wie gerufen. Über die Zeit hier sagt sie: „Es war magisch!“

Sie arbeitet bereits 1,5 Jahre an ihrem Buch, ein Krimi mit Elementen der Gewaltfreien Kommunikation, und hatte lange eine Schreibblockade. „In der Stadt hatte ich den Bezug zu meiner Geschichte verloren. Ich wusste genau worum es geht, nur habe ich die Geschichte nicht mehr gefühlt. Das ist mir hier in der Eremitage wieder gelungen. Ich merke, ich brauche Natur und Weite zum Schreiben. Dann komme ich in den Flow.“

So ist sie hier unerwartet schnell mit dem Schreiben vorangekommen. Ada geht bei ihrer Arbeit sehr strukturiert vor. Die Kapitel stehen bereits, die Länge ist vorgegeben und der grobe Handlungsablauf ebenfalls. Gleichzeitig hat der Aufenthalt eine neue Kreativität in ihr freigesetzt, die dazu geführt hat, dass mehrere Kapitel 14 Seiten statt 5 Seiten bekamen. „In der Natur konnte sich mein Geist entspannen. Ich habe jeden Morgen Tiere beobachtet und bin abends, mit Blick auf den Sonnenuntergang, eingeschlafen.“ Morgens Joggen, Yoga und Frühstück gehörte zu ihrem täglichen Ablauf. 

Geschrieben hat sie in der Eremitage und im Garten des Landschaftsparks. “60-70 % beim Schreiben findet jedoch im Kopf statt.“, sagt Ada. Lange Zeit hatte die studierte Juristin, mit Schwerpunkt Viktimologie und Kriminalistik, selbst Zweifel, ob sie als Schriftstellerin ernst genommen wird. Doch nach diesem Aufenthalt ist ihr bewusst: „Ich schreibe, also bin ich Schriftstellerin.“