Zwischen Landschaft, Erinnerung und Entfremdung

Fatemeh Jabbari

Zwischen Figuration und Abstraktion

Fatemeh Jabbari, die lieber Raha genannt wird, ist 31 Jahre alt und studiert Kunst an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach. In ihrer Heimat Iran absolvierte sie zuvor einen Bachelor in Kommunikationsdesign. Die Künstlerin arbeitet medienübergreifend mit Malerei, Keramik und Film. Welches Material sie verwendet, ergibt sich aus der jeweiligen Arbeit. Ihre Werke bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion und können an Landschaften, Körper, Fassaden oder strukturelle Formen erinnern. Dabei interessiert sie vor allem die Frage, wie Bilder unsere Wahrnehmung verändern und verschieben können.

Esel als Erinnerung
Eine besondere Rolle spielen Esel. Raha ist mit ihnen aufgewachsen und vermisst ihre Präsenz in Deutschland. Sie stehen für sie einerseits für Erinnerungen an ihre Kindheit, andererseits sind sie Teil ihrer künstlerischen Auseinandersetzung.
Dabei geht es ihr nicht um konkrete Erinnerungen, sondern um eine metaphorische und abstrakte Darstellung von Entfremdung. Vertrautes wird in ihren Arbeiten zu etwas Neuem – zwischen persönlicher Erinnerung, Landschaft und abstrakter Form.

Neue Perspektiven
Die Zeit in der Kunst-Eremitage bietete Raha Raum, diese Themen weiterzuentwickeln und sich von der Landschaft und der besonderen Atmosphäre des Ortes inspirieren zu lassen. Der Aufenthalt wurde so zu einer Gelegenheit, Bekanntes aus einer neuen Perspektive zu betrachten.